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Zweimal «Bronze» – stolz, ein «Mädchen» zu sein


Frauen haben es im Golf nicht leicht, vor allem müssen sie sich auf allen Stufen immer wieder anhören, dass das, was sie auf dem Platz machen, mit der männlichen – und damit richtigen – Variante des Golfsports wenig bis gar nichts zu tun hat. Ist doch so: Schwingt die Amateurin sehr harmonisch und nicht übermässig schnell durch den Ball, fliegt der zwar schnurgerade aber eben deutlich kürzer als eine von einem Mann knallhart gedroschene Kugel, landet dafür auf dem Fairway und damit in guter Lage um weiterzuspielen. Doch statt eines Lobes gibt’s für die Dame bloss ein verächtliches «langweilig» zu hören. Ist eine Spitzenamateurin oder gar eine Proette am Werk, so schwingt sie wohl dynamischer und der Ball fliegt auch entsprechend weiter, doch im Vergleich mit ihren männlichen Kollegen pfeffert eine Spitzenspielerin ihre Bälle seltener in die Büsche. Und auch sie muss sich anhören, dass ihre nur-240-Meter-Drives aufs Fairway für die Zuschauer weniger interessant seien als die 280-Meter-Gurken der Herren, weshalb sich für Damenturniere so schwer Sponsoren finden liessen … Wobei man nun ehrlicherweise sagen müsste: Für die Zuschauer sind weniger die langen Drives ins hohe Gras interessant, als vielmehr die spektakuläre Befreiungsschläge aus eben diesem. Und zu solchen sind die Herren der Schöpfung ja nun doch häufiger gezwungen.

Lange Drives hin, spektakuläre Rough-Schläge her, im Schweizer Golfsport werden die Erfolge seit einiger Zeit vor allem von den Damen eingefahren. Auch aus jüngster Vergangenheit gibt es zwei Beispiele: Die Amateurinnen holten vergangene Woche bei der Team-EM Bronze und setzten sich dabei im Spiel um Platz drei gegen die Golfnation England durch! Und auch Proette Caroline Rominger kommt nach längerer Durststrecke endlich wieder ins Spiel, beim LETAS-Event in Tschechien ergatterte sie am Wochenende mit drei konstanten 69er-Runden Platz 3 – und schrammte nur um einen Schlag am Play-Off vorbei, der Sieg lag also in greifbarer Nähe. Zweimal ein grosses BRAVO für diese beiden weiblichen Podestplätze!

Klar mag man(n) jetzt sagen, Caro erzielte ihren Erfolg «nur» auf einer Second-Level-Tour. Aber, meine Herren, dieses Wochenende schaut ein Grossteil der Golf-Schweiz bangend auf Golf Sempachersee und hofft bei der Swiss Challenge auf einen Heimsieg oder zumindest einen Podestplatz eines Schweizers. Notabene auch auf einer Second-Level-Tour. Es wäre immerhin ein Schritt in die richtige Richtung. Und den tue ich jetzt auch – nämlich in Richtung Golf Sempachersee, wo frau sich diese Woche nicht nur an tollem Golfsport erfreuen sondern auch an sportlichen Jungs sattsehen darf. ;-)

17. Juli 2014


Schnauz

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