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Tolle WAGs, aber wo bleiben die HABs?


Eines muss man den Amerikanern lassen: Wenn sie sich selbst inszenieren, dann richtig. Keine halben Sachen, sondern Voll-Power und mit ganzem Körpereinsatz. Eines der hübscheren Beispiele dazu lieferte der Presidents Cup Anfang des Monats in Dublin (Ohio). Als wir europäischen Golffans gebannt nach Frankreich starrten, wo bei der Seve Trophy ein charismatischer José Maria Olazabal sein europäisches Team zum 15:13-Sieg gegen die Vertretung aus Grossbritannien & Irland führte, feierten die Stars der US-PGA-Tour mit ihren WAGs – Wifes and Girlfriends – eine grosse Golfparty. Auf dem Programm stand der besagte Presidents Cup – dieser funktioniert wie der Ryder Cup, nur dass die US-Auswahl nicht auf die Europäer sondern auf eine Internationale Auswahl aus der restlichen Welt trifft... und dass die Siegchancen der Amerikaner beim Presidents Cup in der jüngeren Vergangenheit deutlich grösser waren als beim Ryder Cup. Aber das nur nebenbei bemerkt.

US-Presidents-Cup-Captain Fred Couples und seine Truppe rund um Superstar Tiger Woods gaben sich in Ohio jedenfalls alle Mühe, die Internationalen in die Schranken zu weisen; dies gelang mit 18 ½ : 15 ½  relativ deutlich. Wobei selbst die WAGs fleissig mithalfen: Sie standen in geschlossenen Reihen und feuerten ihre geliebten Männer vom Fairwayrand aus an. Selbst als Frau muss man beim Anblick dieser WAG-Fan-Reihen neidlos eingestehen: eine Augenweide! Nicht nur, weil Lindsey Vonn eines der letzten freien Wochenenden vor dem Start der Skisaison nutzte, um nochmals öffentlichkeitswirksam mit ihrem Tiger zu kuscheln und gemeinsam mit ex-US-Präsident George W. Bush und Mini-Stars&Strips-Flagge zu posieren. Die Ladies waren wie die Herren in Teambekleidung gehüllt, einzig statt guten Halt bietender Golfschuhe zierten knallrote Gummistiefel der britischen (!) Traditionsmarke Hunter die zarten Füsse. Dazu Team-Schals bzw. Foulards und in den ersten Tagen dunkelblaue, am Final-Day rote Team-Pullover. Alleine die Beinbekleidung war den WAGs freigestellt. Amanda Dufner nutzte diese Freiheit um ihre atemberaubende Figur in beiger Skinny-Hose in Szene zu setzen, Amy Mickelson kombinierte mutig Hotpants zu Steppjacke und roter Chanel-Fransentasche … und Gummistiefel. Ob sie damit einen Trend lanciert?

Noch etwas fiel auf: Hatte das US-Team gar einen Hair-Stylisten dabei? Die Frisuren der WAGs waren sich seeeeehr ähnlich und erinnerten allesamt an den J.Lo-Style: langes gewelltes Haar, vorzugsweise in blond bis platinblond. «Thanks god» wurde Amanda Dufner nicht gezwungen ihre schwarze Mähne zu färben, und auch die brünette Sybi Kuchar stach aus dem «Blondinenmeer» hervor. Wirklich aus der Reihe getanzt ist aber nur eine: Lindsey Vonn natürlich. Sie kombinierte in den ersten Tagen zum dunkelblauen Team-Pulli die ebenfalls dunkelblaue Baseball-Cap ihres persönlichen österreichischen Getränkesponsors. Klar, sie ist mehr als «nur» Tiger Woods’ Girlfriend! Richtig so, Lindsey!  Go on!

Ob tatsächlich die WAGs am Rande der Fairways den Ausschlag gegeben haben in dieser Partie? Man weiss es nicht. Wenn dem so sein sollte, würde ich aber gerne einmal die Fotos der HABs – Husbands and Boyfriends – des europäischen Solheim Cup Teams 2013 sehen. «Unsere» Ladies haben ihre amerikanischen Kontrahentinnen mit 18:10 nämlich geradezu gedemütigt – da müssten eigentlich zwölf Herren vom Kaliber eins Marcus Schenkenberg am Fairwayrand gestanden haben …

15. Oktober 2013


Schnauz

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