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Eine 59 – und ein ziemlich crazy Wochenende


Die PGA Tour, die grösste und finanzkräftigste Golf-Tour der Welt, hat zu Beginn des Jahres die Canadian Tour gekauft. Seither heisst diese PGA Tour Canada und soll noch einen Zacken professioneller organisiert sein. Letzteres sagt zumindest Roger Furrer. Er muss es wissen, denn der Bündner spielt nun schon seine dritte Saison auf besagter Tour. Wer seine Saison mitverfolgt, ist allerdings versucht zu glauben, bei der Namensänderung könnte etwas schief gelaufen sein: «Rainy Tour» würde es wohl eher treffen. Kaum ein Turnier auf der PGA Tour Canada, das nicht wegen Regens unterbrochen, verkürzt oder gar auf einen anderen Monat hat verschoben werden müssen. Auch dieses Wochenende blieben Furrer und seine Konkurrenten nicht vor herabstürzenden Wassermassen verschont: «Nach traumhaften Trainingstagen kam pünktlich zu Turnierbeginn wieder Sturm und Regen. Meine neue Startzeit 19.10 Uhr», schrieb der 29-Jährige am Donnerstag auf seiner Website. Ein Loch hat er an dem Tag noch spielen können, dafür wurde Freitag der 13. für Furrer zum Marathon-Tag mit 35 Löchern.
Auf der «grossen» PGA-Tour kam der Regen etwas später, am Sonntag zur Finalrunde nämlich, die ebenfalls unterbrochen und auf Montag vertagt werden musste. Doch bereits an den drei Tagen zuvor war es im Conway Farms GC vor den Toren Chicagos turbulent zu gegangen. Zu sehen gab’s dabei alles, was Golf spektakulär und faszinierend macht … und leider noch ein bisschen mehr. Freude herrschte am Freitag, als Jim Furyk Golfgeschichte schrieb: Elf Birdies, ein Eagle und leider auch ein Bogey – 59 Schläge waren es insgesamt, die der 43-Jährige für die zweite Runde der BMW Championship benötigte. Neunundfünfzig Schläge – das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen. Neunundfünfzig Schläge für 18 Löcher – Wahnsinn! Und dies mit einem Schwung, der nun alles andere als lehrbuchmässig ist. Oder wie ein TV-Kommentator bei einer Stilstudie anmerkte: «Er hat seine Fehler bis zur Perfektion kompensiert.» Furyk wird’s egal sein – wer zum 59er-Club auf der PGA Tour gehört und nebenbei 32 Fairways in Folge getroffen hat, dem sind Schönheitspreise egal – Hauptsache, die Siegerchecks sind gedeckt.
Crazy ging’s nach diesem geschichtsträchtigen Furyk-Day auch am Samstag weiter, allerdings in etwas anderer Art. Da war der bedauernswerte Justin Rose, der seinen Probeschwung auf dem Fairway drei Meter hinter dem Ball machte, dabei ein Divot herausschlug – und den Ball bewegte! Unglaublich – Rose ist kein blutiger Anfänger, sondern amtierender US-Open-Champion. Ich vermute, er wird nun seine Pre-Shot-Routine umstellen, damit solche «Extra-Schläge» nicht zur Gewohnheit werden.
Apropos Gewohnheit. Bei den so genannten «Fans» auf der PGA Tour hat sich in den letzten Jahren eine Unsitte eingebürgert, die den Spielern – vor allem den Europäern – das Leben schwer macht: «Fans», die auf dem Platz etwas gar tief ins Glas schauen und Etikette und Anstand vergessen. Am Samstag hat’s unter anderem Sergio Garcia getroffen. Der Spanier war mit Tiger Woods auf der Runde, als er auf der 14 – einem Par 5 – den zweiten Schlag spielte, brüllte ein «Fan» in Garcias Rückschwung «Go Tiger, go!» hinein. Ganz ehrlich: Visitor go home!!! In etwa diese Worte dürften auch Zach Johnson und Nick Watney für jenen VIP-Gast auf der Tribüne am 18. Grün gefunden haben, als dieser glaubte, losbrüllen zu müssen während Watney den letzten Putt machte.
Schade, dass von diesem crazy Wochenende nicht nur die 59 von Furyk sondern auch die mangelnde Etikette «outside the ropes» in Erinnerung bleiben wird.

15. September 2013

 


Schnauz

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